22.11.2010  20:00  Alter: 1 yrs
Von: Axel Dangerfreak
Ein Kommentar

Wenigstens hat's geschmeckt...

Der KSC kann weiterhin nicht gewinnen, der Bart bleibt stehen. Trost kann da nur ein Stop in Zusmarshausen spenden...

Wenigstens hat's geschmeckt...

Ein Sonntag im November. Nass und kalt ist es. Was liegt da näher als den Tag auf der Autobahn bzw. im Stadion zu verbringen. Gesagt, getan, irgendwann und wo muss ja mal wieder dieser verdammte Dreier fallen. Und dann ging es ja zudem nach Augsburg, einer Vorstadt von Zusmarshausen, unserer ganz persönlichen Landeshauptstadt Bayerns. Beim Schwarz hat's wieder geschmeckt: Schweinebraten mit Kartoffelknödel und Rotkraut. Schweinrückensteak mit hausgemachten Spätzle und einer Pilzrahmsauce. Wir stimmten uns schon mal ein auf den sportlichen Leckerbissen, den wir uns kurze Zeit später in Augsburg so sehr wünschten.  

Ein Befreiungsschlag! Der KSC schlittert gefährlich am Abgrund, selbst mein Äußeres kann davon zur Zeit Geschichten erzählen. Ich komme mir vor wie ein konvertierter Sauerlandbomber und die Blicke der staatstragenden bayerischen Beamten bestätigen mich in diesem Glauben. Genau, heute lasse ich die Bombe platzen: Mit einem Einwegrasierer in den Taschen stürme ich die impuls-Arena, die von außen den Charme eines Internierungslagers versprüht, Guantanamo ohne Palmen dafür aber mit ganz viel Beton (total concrete!). 

Wie kann da Stimmung aufkommen, hören wir uns sagen, und auch drinnen in der Arena das gleiche Bild. Recht hübsch zwar und auch recht steile Ränge aber Stimmung? Abgesehen vom KSC-Block: Pustekuchen! Auf den Rängen hätte man vom Boden essen können, so sauber war es da. In Zusmarshausen hätten wir das auch glatt getan. Aber Hallo! Wir waren zum Fußball da. KSC am Abgrund und so! Ich war lange nicht mehr so aufgeregt vor einem Spiel. Nach dem völlig richtigen Rauswurf vom Langweiler, dessen Name ich schon wieder vergessen habe (der mit den tollen Mannschaftsansprachen und der tollen Taktik und so) konnte man leider auch unter dem Kumpeltyp Kauczinski die letzten Spiele nicht gewinnen. Eine Mannschaft zeigt Auflösungserscheinungen, ein Verein im finanziellen und vereinspolitischen Chaos (immerhin positiv die MGV mit der Wahl des neuen Verwaltungrates sowie Wellenreuthers zum neuen Präsidenten), kurz: Unser Verein in ganz schweren Zeiten.

Wie gesagt: Ich war nervös. Auf 180. Und dann stehst du da im Gästeblock mit rund 400 anderen Fans und so ein paar Leute haben nichts besseres im Sinn als das ganze Spiel überdimensionale Fahnen zu schwenken oder einem mit tollen und bestimmt auch voll coolen Doppelhaltern die Sicht aufs sportliche Geschehen zu verstellen. Klar, macht ja nix. Ich bin Whity Whiteman und es gibt hier überhaupt nichts zu sehen! Beinahe hätte ich mit meinem Einwegrasierer Hand angelegt, so zornig war ich. Gut, wir hätten uns andere Plätze suchen können. Wollten wir aber nicht. So ärgerte ich mich ein bißchen über die Fahnenhochhalter, über das Spiel, den Langkamp (Vogelscheuche), das Stadion, den Thurk und über mich selbst wahrscheinlich am meisten. Verdammt, nichts war's mit dem Auswärtssieg, aber auch gar nichts. Man kann nur hoffen, dass Uwe Rapolder, ein harter Hund und Konzepttrainer (horcht, horcht!) schnell wieder Schwung in den Laden bringt. Am Besten schon nächsten Sonntag gegen die Übermannschaft aus Oberhausen. Wo wir wieder beim Anfang wären. Es ist November. Sonntag. Es ist nass und kalt und der KSC spielt. Wenn das mal nicht ein Knaller wird!

Leute, kommt ins Stadion und feuert die Jungs an. Die Wende muss her. Jetzt! Es ist nicht mehr lange bis zur Winterpause!

 



Kommentare

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DG

Donnerstag, 25-11-10 22:01

am sonntag kommt der bart ab Emoticon

 
   
 

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