Axel Dangerfreak

DJ Info

Nach ersten Versuchen Mitte der 80er Jahre mit Popmusik (Erste Platte: Modern Talking 1st album! Erstes Konzert: Genesis) und Heavy Metal (Zweite Platte: Iron Maiden – Somewhere in Time! Zweites Konzert: Pink Cream 69!) bin ich über meinen Freund Jörg auf Bands wie The Pixies, Einstürzende Neubauten oder natürlich The Cure gestoßen. Das Samantha Fox Poster wurden gegen eines von New Model Army getauscht und statt Sonntagmittags auf dem Reiterfest in der Waldbrück' verbrachten wir unsere Freizeit immer öfter im K5, dem Kultort unserer Jugend! Wessen Mutter hat damals nicht geschimpft über die stinkenden Klamotten und versifften Schuhe?

Getrampt oder mit dem Fahhrad, später dann im R4, zogen wir in die Kronenstraße, wo wir auf Gleichgesinnte trafen, und eine musikalische Erziehung genossen, die noch lange später (und noch immer) ihre Wirkung zeigen sollte. Was waren wir stolz, weil der Mittwochs-DJ an unserem Gymi zur Schule ging. Wie fasziniert von Sandra Schäfer, der Mutter aller Bedienungen! 

Und ein paar Jahre später stand ich nun selbst hinter der Bar unserer Träume, kurz danach sogar am Mischpult. Maurice, der K5-Chef, späterer Mentor, hatte ein Auge auf meine Klassenkameradin Julia geworfen (wie er überhaupt immer die schönste Bedienungen der Stadt „rekrutiert“ hat) und nach kurzem Kennenlernen hatte ich den Job. Das „Bewerbungsgespräch“ fand auf einer Baustelle statt, eine Kneipe mit dem Namen Titanic sollte dort später einmal aufmachen... Mein Gott ist das lange her...

 

Im K5 (1993-99) bekam ich zunächst den ziemlich runtergewirtschafteten Montagabend. Nebenbei legte ich immer mal wieder auch am Wochenende oder bei den beliebten Sektpartys am Mittwoch auf, vor allem nachdem der Montagabend recht schnell kult wurde in der Szene. Woanders nannte man das später 80er Partys... Montags kamen noch Waver und Punks in den „Punkt“, durch die vielen Bekanntschaften beim Zivildienst und erst recht an der PH, hatte sich schnell ein Stammpublikum gebildet. Mit Feli, Tini oder der unvergessenen Julia Deck am Tresen, Maurice im Nacken und dem einen oder anderen Rama (zuviel) wurde gerockt wie verrückt. Was hatten wir einen Spaß in den Neunzigern! Später habe ich dann noch zweieinhalb Jahre donnerstags das beliebte K5-Quiz organisiert (Remember Frage 19!)

 

Weiter gings dann im Krokokeller (1998-2000), wo ich den Samstagabend übernahm. Im Keller war es anders als im K5. Als DJ dort hast du nicht den engen Kontakt zum Rest des Teams wie im K5. Es war keine Familie. Schlecht war es freilich trotzdem nicht! Im Gegenteil. Auch hatte ich im Keller nun die Möglichkeit meinen musikalischen Horizont zu erweitern. Jetzt musste man auch mal Black Music oder nach dem Faschingsumzug auflegen. Beides Horror für mich, noch heute.

Irgendwann war ich dann kein Student mehr und hatte bei Maurice ausgedient. Andere rückten nach, ich war jetzt Referendar und wollte mich auf was anderes konzentrieren. Nebenbei legte ich immer mal wieder auf Partys oder auch mal einer Hochzeit von Bekannten auf und war dankbar, als ich kurze Zeit später im Eisenstein eine neue Heimat fand (2001-04). Das Eisenstein war damals noch eine Institution, da gingen nun auch ältere Leute hin. Nicht mehr nur Studenten. Mir hat's gefallen und den Leuten auch. Ich war der einzige der neben House und Partysounds auch mal Nirvana oder Die Ärzte spielte. Dem Geschäftsführer stehen dagegen wohl heute noch die Haare zu Berge. Irgendwann hatte ich aber keinen Bock mehr auf die ganze Wichtigtuerei, zudem stimmte die Zahlungsmoral nicht. Zwei Besitzer später ist der Laden tot. Schade eigentlich. Zwischendurch legte ich dann noch ab und zu im Cubus auf, einem kleinen Punkrock-Laden (2001/02)

 

Inzwischen stand ich mitten im Beruf, musikmäßig hatte ich mich mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt. Mal ne Hochzeit, mal ein kleines Fest. Ich war viel auf Reisen, dazu natürlich unser heiß geliebter Sportclub. Irgendwann Ende 2005 wurde ich von Axel, dem K5 Geschäftsführer, gefraht ob ich nicht mal wieder, quasi als Revival, im guten alten K5 auflegen wollte. Ich sagte sofort zu, jedoch zu meinen Bedingungen! Die Idee der Dangerfreak Party war geboren: Befreundete Musiker und Djs, jede Menge Freigetränke und noch viel mehr Spaß! Dass sich daraus die wohl beste Partyreihe Karlsruhes entwickelte, konnte damals freilich noch niemand ahnen. Und doch sprengte unser erster Abend bereits alle Vorstellungen – und erst recht das K5!

Es war wir früher. 

 

Schnell etablierte sich unsere Party im Karlsruher Nachtleben. Und ebenso schnell kamen nun neue Anfragen. Erst Die Stadtmitte, von Frank und Alex super geführt, ein klasse Laden! Dort macht es verdammt Spaß aufzulegen (jeden vierten Samstag des Monats: Axel Dangerfreak vs. Diskko Digital, der vollste und beste Abend in Der Stadtmitte!). Dazu das Dub Club in Bruchsal, das Stadion an der Schleissheimer Straße in München, das Radio Oriente in Karlsruhe! 

 

So unterschiedlich die Lokalitäten, so gleich die Stimmung (bestens!). Heute kommt mir zugute, dass ich in so verschiedenen Clubs schon aufgelegt habe. Man ist für alle Schandtaten gewappnet...

Und Spaß macht es wie einst am ersten Abend im K5:)

 

Playlist

LCD Soundsystem Daft Punk is playing at my house
Jan Delay Klar (Frost & Wagner Remix)
Kasabian Where did all the love go
The Toy Dolls Nelly the elephant
Propagandhi Haille Sellasse, Up Your Ass
Depeche Mode Everything counts (live)
The Hives Walk Idiot Walk
The Ting Tings Shut up and let me go
Die Ärzte Zu spät (Maxi, unbedingt!)
Los Fabulos Cadillacs Should I stay or should I go
Ska-P Cannabis
Nirvana Lithium
Hot Chip My piano
Mahala Rai Banda Mahalageasca (Buccovina Dub)
Rage against the machine A fistful of steel
The Gossip Love Long Distance
MGMT Kids (Soulwax Remix)
Lexy and K-Paul If I gave you my digits
The Ramones Blitzkrieg Bop
The Beatsteaks I don't care as long as you sing (Live auf Das Fest 2007)

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