22.11.2010  15:17  Alter: 1 yrs
Von: Axel Dangerfreak
Ein Kommentar

Spermbirds in der Alten Hackerei

Die Punkhelden unserer Jugend sind alt geworden - aber alles andere als müde!

 

Die Alte Hackerei, man muss sie einfach lieben! Jedes Mal bin ich aufs Neue verblüfft dass es in unserer Stadt eine so coole, furztrockene und überaus charmante Punkrockbar gibt.

Am vergangenen Freitagabend spielten dort dann auch noch die Helden unserer Jugend, die Kaiserslauterner Kultband Spermbirds, in den ehemaligen Fleischmarkthallen. Da musste man dabei sein. Schade nur, dass so wohl viele dachten (was nicht wirklich verwunderte) und die Hackerei komplett ausverkauft war. Ich hatte den Gig also schon lange abgehakt und mich auf einen ruhigen Abend zuhause eingestellt, als das Telefon klingelte und Gert mir die freudige Nachricht übermittelte, doch noch eine Karte aufgetrieben zu haben.

Die Vorband Oiros (deutschsprachiger Punkrock aus Düsseldorf) bekam ich nur im übervollen Vorraum der Hackerei mit. Zu viele alte Bekannte wollten begrüßt werden! Gut, dass es die "schnelle Biertheke" gab, denn so war stets für schnellen Nachschub gesorgt und das ganze ohne Pogo vor der Bar.

Den Konzertbeginn erlebte ich derweil in außergewöhnlich stimmungsvoller Position. Zurück von der Toilette kommend (der Eingang zu dieser befindet sich direkt neben/hinter der Bühne) bemerkte ich, dass Beppo und Lee sich gerade für ihren Auftritt fertig machten und so blieb ich an besagter Stelle noch etwas länger stehen. Auf diese Weise konnte ich feststellen dass selbst so alte Hunde wie die Spermbirds auch noch nach 25 Jahren Showbühne nervös vor einem Auftritt sind, sich wirklich gewissenhaft auf diesen vorbereiteten (Küchentücher und Wasserflaschen). Urplötzlich war dann vorbei mit lustig: Kultsänger Lee Hollis startete mit seiner Band mächtig durch! Natürlich durfte Something to prove nicht fehlen, ebenso wenig wie "My God rides a skateboard" oder die alte K5-Hymne "Only a phase". Was für ein Hardcore-Brett! So fett, dass es mich fast wieder rückwärts zurück aufs stille Örtchen befördert hätte.

Die Jungs spielten rund eineinhalb Stunden lang eine Art Best of Programm, inclusive Songs der neuen Platte A Columbus Feeling. Und wie es einem Laden im Stile der Hackerei gebührt, hatte man danach noch die Gelegenheit zum Small Talk mit Beppo. Der alte Lautern Fan (und Kopf der legendären "Walter-Elf") zeigte sich betroffen ob der brikären Lage unseres Sportclubs. Seine Worte liegen mir heute noch in den Ohren: Ihr kommt da wieder raus, genauso wie wir die Kurve noch einmal gekratzt haben! Und das aus dem Mund des Spermbirds-Trommlers... Es wird so kommen, da bin ich mir sicher!

 



Kommentare

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gert

Dienstag, 23-11-10 08:55

sehr geiler bericht ! schee wars, aber mir a bisle zu arg ausverkauft Emoticon hehe

 
   
 

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