Von: Axel Dangerfreak
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Sizilchen, ein Traum von einer Insel!
Endlich ein neuer Reisebericht auf www.dangerfreak.info
Der Nordosten
Nach Ankunft am Flughafen in Palermo ließen wir die Perle Siziliens schweren Herzens links liegen. Coralie war für Vulkane leider mehr zu begeistern als für die Unterwelt der Casa Nostra. Also, auf und hin zum Ätna!
Unterwegs machten wir einen Badestop in Cefalu, aßen ein erstes Eis und waren begeistert von den ersten Eindrücken Siziliens! Denn auch die Fahrt quer über die Insel war beeindruckend - und menschenleer. Die Landschaft wechselte von den Highlands Schottlands über irgendwelche Weiten Afrikas hin zu den anderen großen Mittelmeerinseln wie Kreta oder Sardinien. Irgendwann sahen wir ihn, den alten Etna! Vorab hatten wir uns ein Gästehaus zu Füßen des großen Vulkans ausgesucht, die Terrazza sull'alba, herrlich inmitten von Obstgärten und nahe der netten Ortschaft Zafferano gelegen. Und von Capitano Orazio auf herzlichste Weise geführt. Der ehemalige Kapitän (capitano, klar!) schien unser Besuch regelrecht zu erfreuen, er muss wohl schon Tage (Wochen?) alleine gewesen sein, denn er meinte es nur zu gut mit uns. Selbstgemachten Ricottakäse zum Frühstück, dazu zahlreiche Anekdoten aus einem bewegten Leben: Perfekt!
Am zweiten Tag stoßen abends Hannes und Mona mit Helenchen dazu, die Etna-Truppe war nun komplett. Am nächsten Morgen fuhren wir zur Station hoch. Anders als z.B. der Fuji ist der Etna bekantlich sehr aktiv, was sich wiederum schon bei der Anfahrt allüberal zeigt. Frisch erloschene Lavaströme, dazu der immer rauchende Gipfel des Etna. Es fiel ihm also recht einfach uns zu beeindrucken!
Der Süden
Die Fahrt in den bis heute anscheinend immer noch ganz schön mafiösen Süden der Insel war ruhig und entspannt. Abgesehen von einer fetten Outlet-City mitten im Nirvana Zentralsiziliens war alles nahezu menschenleer. Wenig Ortschaften, wenig Verkehr, dafür aber viele Baustellen. An diesen arbeitete zwar niemand aber muss denn immer alles und sofort fertig sein? In Sizilien läuft alles ein wenig gemächlicher ab. Da kann es sein, dass eine Autobahnbrücke auch nach zwanzig Jahren noch nicht fertog ist, weil irgendwelche Gelder in irgendwelche dunklen Kanäle fließen oder die Fertigstellung einfach keine Priorität mehr hat. Ungleich erschreckender für uns: Der Anblick von Agrigento! Plattenbauten, alles sehr kaputt und morbide. Aber mit ganz viel Charme (und einer überaus netten Altstadt, wie wir später feststellen sollten) Weiter nach Realmonte, wo wir bei Hannes und Mona's altem Kumpel Ago unser Quartier aufschlugen. Der Hausherr war noch auf dem Rückweg von der Liparischen Inseln (Stromboli!), so dass das "Hallo" auf den nächsten Morgen verschoben werden musste. Dieses war dann aber umso freundlicher wie überhaupt die ganze Truppe richtig super war! Sechs Tage verbrachten wir nun bei Ago, dem Sizilianer. Es gab viel leckeren Fisch, noch mehr Bier und Wein, dazu Sonne ohne Ende, lange Nächte mit viel Pantomime (Jutta Ditfurth! Orangensalat mit Parmesanstreifen! Aldi!), dazu Ausflüge nach Agrigento und Catolica Ericlea. Gerade dort, völlig abseits der Touristenpfade, hatten wir unseren größten Spaß. Ob das beste Eis der Welt (Agrigento) oder den schönsten Sonnenuntergang (Scala dei Turcci). Wir hattn eine tolle Zeit! Eine tolle Gruppe, dazu liebe Kinder: Es stimmte einfach alles! Mille Grazie, Ago, Ellen, Rieke, Amir, Mona und Hannes!
Nordwesten
Da wir schon am frühen Morgen von Palermo heim fliegen sollten, beschlossen wir noch ein letztes Mal das Quartier zu wechseln und die letzte Nacht flughafennah in der Bucht von Castellomare zu verbringen. Da die EU-Gelder zumindest manchmal tatsächlich auf Sizilien anzukommen scheinen erreichten wir über der auch von unseren Steuergeldern bezahlten Quasi-Autobahn deutlich schneller unser Ziel als geplant. Auch die Suche nach einer Unterkunft erwies sich als völlig unproblematisch, gab es doch alle Nase lang eine Bleibe. So konnten wir noch ein letztes Mal baden gehen bzw. ins nahe Örtchen Scolpello fahren. Eine tolle Gegend auch hier oben im Nordwesten, ein wenig touristischer aber imme rnoch sehr pittoresk, sehr nett, sehr entspannt. Welch ein Unterschied zu anderen Mittelmeerinseln!
Sizilien, wir müssen uns unbedingt bald wieder sehen!!!
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