Von: Jörg Rotter
Cancelled!
Dangerfreaks bei den Highland Games in Blairgowrie, Schottland.
Cancelled Highland Games (Sommer 2012)
Am Freitag, den 31. August anno 2012 versammelte sich eine illustre Schar ausgesuchter Gäste um den Geburtstag des allseits bekannten Axel Dangerfreak zu feiern. Wie nicht anders zu erwarten, war die Fete ein voller Erfolg. Bei guter Musik und verschiedensten stimulierenden Getränken gratulierte/huldigte man dem Travel/Football/Nightlife-Experten aus Weingarten.
Tags darauf machte sich eine kleine aber feine Gruppo Dangerfreak auf den Weg nach Frankfurt/Hahn um eine Maschine nach Edinburgh/Scotland zu besteigen. An Bord befanden sich neben dem Geburtstagskind noch Lutz C. Thielmann und der Sieger der letztjährigen Tipprunde, sowie Autor dieses Berichts, Rotter. Als Fortbewegungsmittel wurde der Gruppe ein Audi A 3 Sportsback zur Verfügung gestellt, passend zur Unschuld der Besatzung in strahlendem Weiß. Der Linksverkehr und die Bedienung des Autos sollte sich als Herausforderung herausstellen, die jedoch von Axel himself bravourös gemeistert wurde. Als etwas schwierig gestaltete sich im nächtlichen Edinburgh die Suche nach dem gebuchten Hostel, doch nach einiger Zeit wurde man fündig. Das Etablissement befand sich tatsächlich in einer alten Kirche und stellte sich insgesamt als den Anforderungen genügend heraus. Im späteren Verlauf der Reise konnten wir feststellen, dass Kirchen in Schottland öfter zweckentfremdet werden, sahen wir doch noch einen Lampen- und einen Bücherladen in religiösem Ambiente.
Den ersten Abend verbrachte die Gruppe in einem schmucken Pub am Grassmarket, dem touristischen Zentrum der Stadt. Bei lockerer Tanzmusik und dem einen oder anderen Bierchen, ließ man sich treiben und beobachtete die Einheimischen, die sich in teils recht gewagten Outfits auf der Tanzfläche tummelten. Gegen 2.00 Uhr zog man sich jedoch in das Hostel zurück. Die lange Nacht sowie der Abbaustress am Morgen forderten ihren Tribut.
Dies war auch deswegen von Vorteil, da bereits um 10.00 Uhr am folgenden Tag ausgecheckt werden musste. Den Morgenkaffee/-tee schlürften wir im Museum of Scotland (Modern Art), das sich tatsächlich fast neben dem Hostel befand. Anschließend wurde noch eine einstündige Sightseeing-Tour durch Edinburgh unternommen, wobei man sich manchmal wie ein japanischer Tourist vorkam. Aussteigen, Bilder machen, Zigarette rauchen (Lutz natürlich nicht) und weiter. Die schottische Hauptstadt erwies sich insgesamt als Schmuckstück und wir werden sicher wiederkommen.
Dann aber ab ins Auto und dem Hauptanliegen unserer Reise entgegen. Die Highland Games in Blairgowrie waren das Ziel. Nach etwa zweistündiger Fahrt (inclusive Stopp in einem krass teuren Fastfoodtempel) erreichten wir unser Ziel. In dem recht kleinen Städtchen fragten wir nach dem Weg zur Arena der Gladiatoren. Dabei schenkten wir der Aussage eine jüngeren Mädchens, dass die Games wohl ausgefallen waren, erstmal keinen Glauben. Als jedoch ein Hüne, der wie der Rekordhalter im Baumstammweitwurf persönlich aussah, diese Aussage bestätigte, waren wir verständlicherweise am Boden zerstört. Kurze Zeit später war die geplante Austragungsstätte (eine Wiese) vor den Toren der Stadt gefunden. Ein schnödes Schild Cancelled due to weather war zu sehen.
Insgesamt konnte jedoch auch dieser Tiefschlag der Moral der Gruppe nichts anhaben. Man beschloss einen weiteren, interessanteren Weg zu Loch Lomond, dem abendlichen Ziel zu nehmen. Dabei wurde man tatsächlich durch teils atemberaubende Natur entschädigt. Nach einem schönen Sonntagnachmittag im Auto, inclusive eines Kaffee-, sowie eines Bierstopps in wirklich wunderschönen Pubs, kam man abends in Balmaha am Loch Lomond an. Der örtliche Pub bot gutes Essen sowie guten Whiskey, allerdings auch denkbar schlechten Service. Um die sportlichen Aktivitäten am nächsten Tag nicht zu gefährden, zog man sich früh zurück.
Am Beginn des nächsten Tages stand ein very British breakfast und dermaßen gestärkt machte man sich auf, einen Teil des berühmten West Highland Way in Angriff zu nehmen. Auf herrlichen Pfaden am See entlang, auf und ab und durch eine interessante Pflanzenwelt, gehörte die Wanderung sicherlich zu den Höhepunkten der Reise. Auf dem Weg konnten wir auch ein Exemplar des berühmten Scottish Highland Cattle entdecken. Axel machte seinem Zweitnamen alle Ehre und kletterte über den Zaun um ein gutes Foto zu bekommen. Das Vieh war insgesamt aber wenig an ihm interessiert und die Lage blieb entspannt. Am Abend versorgten Axel und Lutz die Gruppe, sowie zwei andere Hostel-Gäste mit einem sehr leckeren Nudelgericht (chapeau...) und danach war auch dieser Tag vorbei.
Den Abreisetag begann die Gruppe noch mit einem kleinen Abstecher nach Stirling. Lutz und Rotter besichtigten die Burg (in Kurzform) während Axel sich auf die (übersichtliche) Shopping-Meile begab. Wenige Stunden später war man wieder in Axels Garten, dem Ausgangspunkt der Reise. Insgesamt wahrscheinlich einer der ruhigeren Dangerausflüge, aber eben trotzdem sehr schön. Freunde, bei ähnlichen Aktionen gerne mal wieder im Odenwald anrufen, bei guten Gesprächen die Natur zu genießen war die perfekte Abrundung für die zu Ende gehenden Sommerferien.
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